Wohnungsbaukredite, Zinsbindung über 10 Jahre
3,92%
Neugeschäft, Juli 2026
seit August 20201,11 bis 3,98 %
- zum Vormonat
- ▼ 0,06 Pp
- zum Vorjahr
- ▲ 0,23 Pp
Zinsen, Baupreise und Förderprogramme entscheiden mit darüber, ob ein Haus in Ihr Budget passt. Alle drei ändern sich, und zwar unabhängig von Ihrer Planung. Hier stehen die Zahlen und die Meldungen, die dafür zählen, mit Datum und Quelle. Was ich davon halte, steht dabei.
Die Zahlen stammen aus der Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank und dem Datenportal der EZB. Es sind Durchschnitte über alle meldenden Banken in Deutschland, keine Angebote. Für die Frage, ob das Umfeld gerade günstig ist, taugen sie besser als jede beworbene Zahl, weil sie niemand für die Werbung aussucht.
3,92%
Neugeschäft, Juli 2026
seit August 20201,11 bis 3,98 %
3,78%
Kürzere Bindung, kleinerer Zins. Dafür steht nach zehn Jahren die Anschlussfinanzierung zu einem Zins an, den heute niemand kennt.
3,40%
Börsentäglich, 4. September 2026. Sie reagiert sofort, der Bauzins erst Wochen später.
Gegenüber dem Vorjahr sind das 0,23 Prozentpunkte mehr. Bei 400.000 € Darlehen kostet Sie das rund 77 € Zinsen im Monat, 924 € im Jahr, und zwar über die gesamte Zinsbindung.
Die zehnjährige Bundesanleihe ist im letzten Monat gestiegen und steht bei 3,40 %. Die Bauzinsen folgen ihr mit einigen Wochen Abstand, weil Banken ihre Baufinanzierungen über Pfandbriefe refinanzieren. Wer die Richtung wissen will, schaut deshalb hierhin und nicht auf den Monatsdurchschnitt.
Ihren tatsächlichen Zins bestimmt Ihre Bank, nach Eigenkapital, Beleihungsauslauf und Bonität. Er kann deutlich unter dem Durchschnitt liegen und deutlich darüber. Diese Seite ist keine Finanzierungsberatung und keine Vermittlung von Krediten.
Quellen: Deutsche Bundesbank (Zinsstrukturkurve börsennotierter Bundeswertpapiere) und EZB-Datenportal, MFI-Zinsstatistik Deutschland (Effektivzinssätze im Neugeschäft für Wohnungsbaukredite an private Haushalte). Abgerufen am 06.09.2026. Die Monatsreihe erscheint mit rund fünf Wochen Nachlauf. Die Vergleichswerte zu Vormonat und Vorjahr sowie die Angaben zur Wirkung auf die Monatsrate sind eigene Berechnungen aus diesen Reihen, nicht Angaben der genannten Stellen.
Wohnungsbaukredite mit über zehn Jahren Zinsbindung kosteten im Juli im Schnitt 3,92 Prozent. Im Juni waren es 3,98 Prozent, und höher lag der Durchschnitt seit August 2020 nicht.
Ganze Meldung → Quelle: Deutsche Bundesbank / EZB-Datenportal, MFI-Zinsstatistik
Die Finanzierungsseite zeigt seit dieser Woche Preisspannen nach Bauart, Größe und Ausbaustufe, gerechnet aus den aktuellen Preislisten mit über 240 Entwürfen.
Seit dem 16. Dezember 2025 fördert Kredit 297 wieder den Standard Effizienzhaus 55, mit bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit. Die Stufe ist bis Ende 2026 befristet und auf 800 Millionen Euro gedeckelt.
Ganze Meldung → Quelle: KfW, Pressemitteilung zur Wiederaufnahme der EH-55-Stufe
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 126.300 Wohnungen genehmigt, 16.600 mehr als im Vorjahreszeitraum. Bei Einfamilienhäusern waren es 24.000 und damit 12,7 Prozent mehr. Nach drei Jahren Talfahrt dreht der Wohnungsbau.
Ganze Meldung → Quelle: Statistisches Bundesamt, Baugenehmigungen für Wohnungen im Juni 2026
Seit dem 3. August 2026 vergibt die KfW im Programm 308 für den Kauf sanierungsbedürftiger Häuser bis zu 180.000 Euro. Bisher waren es 150.000. Das Programm gilt für den Bestandserwerb, nicht für den Neubau.
Ganze Meldung → Quelle: KfW, Pressemitteilung zur verbesserten Förderung beim Erwerb sanierungsbedürftiger Wohnimmobilien
Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Pflicht, jede neue Heizung zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, ist ersatzlos gestrichen. Für geförderte Neubauten ändert sich trotzdem nichts.
Ganze Meldung → Quelle: Bundesregierung, Neues Gebäudemodernisierungsgesetz
Der Neubau eines Wohngebäudes kostete im zweiten Quartal 6,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, gegenüber dem ersten Quartal 3,4 Prozent. Am stärksten zogen Abdichtungsarbeiten mit 11,3 und Zimmer- und Holzbauarbeiten mit 9,8 Prozent an.
Ganze Meldung → Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Pressemitteilung vom 17. Juli 2026
Wohnimmobilien kosteten im ersten Quartal 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Hinter dem Durchschnitt stehen zwei gegenläufige Bewegungen: Eigentumswohnungen in ländlichen Kreisen legten um 3,6 Prozent zu, Ein- und Zweifamilienhäuser dort gaben gegenüber dem Vorquartal um 0,8 Prozent nach.
Ganze Meldung → Quelle: Statistisches Bundesamt, Preise für Wohnimmobilien im 1. Quartal 2026
Der EZB-Rat hat am 11. Juni die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben. Der Einlagesatz liegt seit dem 17. Juni bei 2,25 Prozent. Für Bauherren ist weniger die Entscheidung selbst wichtig als das, was sie über die Inflation aussagt.
Ganze Meldung → Quelle: Deutsche Bundesbank, EZB-Rat: Leitzinsen angehoben
Nach drei ruhigen Monaten zogen die Bauzinsen im April deutlich an: von 3,74 Prozent im März auf 3,91 Prozent. Der Auslöser liegt weit weg vom Bauamt, bei Energiepreisen und Inflation.
Ganze Meldung → Quelle: Deutsche Bundesbank / EZB-Datenportal, MFI-Zinsstatistik
Seit Ende Oktober 2025 erlaubt § 246e Baugesetzbuch den Kommunen, bei Wohnungsbauvorhaben von fast allen Vorschriften des Bauplanungsrechts abzuweichen, ohne den Bebauungsplan zu ändern. Im März 2026 kam der Muster-Erlass für die Länder.
Ganze Meldung → Quelle: BMWSB, Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung
Das Z-15-Darlehen der L-Bank vergibt bis zu 344.500 Euro zu einem Prozent Sollzins, mit fünfzehn Jahren Zinsbindung. Das Land rechnet die Einkommensgrenze anders als der Bund, weshalb viele Familien hier gefördert werden, die bei der KfW herausfallen.
Ganze Meldung → Quelle: L-Bank, Merkblatt Basisförderung Z15, Stand 1. Januar 2026
Die Meldungen fassen zusammen, was ich für Bauherren in meiner Region für wichtig halte. Sie sind eine Orientierungshilfe, keine Rechts-, Steuer- oder Finanzierungsberatung, keine Immobiliardarlehensvermittlung und kein Angebot. Verbindlich sind allein die Merkblätter und Richtlinien der Förderinstitute zum Zeitpunkt Ihres Antrags. Was für Ihr Vorhaben in Frage kommt, sehen wir uns am besten gemeinsam an.